Microsoft OneDrive ist Teil von Office 365 und wird immer häufiger von Unternehmen eingesetzt. In diesem Artikel geht es darum, wie Microsoft OneDrive in virtuellen Desktop Infrastrukturen (VDI) verwendet werden kann. Der Fokus des Artikels liegt auf Multi-Benutzer Umgebungen mit Server 2019 oder Windows 10 VWD, er kann aber auch in anderen Szenarien eingesetzt werden.

OneDrive kann das Benutzerprofil sehr schnell anwachsen lassen und erfordert mehr lokale- oder On-Prem Speicherkapazität. Hinzukommt, dass Benutzer die Endgeräte häufig wechseln, was wieder Einfluss auf die Anmeldezeiten hat. Wie man OneDrive in VDI Umgebungen richtig einsetzen kann, möchte ich im Folgenden genauer erklären.

20 Jahre Citrix Erfahrung

Ich feiere mein 20-jähriges Jubiläum mit Citrix Produkten als Administrator, Berater und in den letzten 14 Jahren als unabhängiger Freiberufler. Angefangen habe ich mit Citrix MetaFrame 1.1 unter Windows Server NT 4.0, und damals war es alles andere als einfach die Systeme am Laufen zu halten. Jeden Tag hatte ich gleich mehrere BSOD (Blue Screen Of Death), also Abstürze des gesamten Systems und war erwartungsgemäß. Die Umgebung konnte ich nur stabilisieren, indem ich sämtliche Druckertreiber von Drittherstellern entfernte.

Memory Compression

Während ich kürzlich nach Informationen zu Server 2016 Performance Problemen im Internet suchte, stieß ich auf einen interessanten Artikel von Microsoft, der eine neue Optimierung in Windows erklärt. Diese neue Funktion existiert bereits seit Windows 7, sie wurde aber noch weiterentwickelt und erst mit Windows 10 Client im Standard aktiviert. Im Gegensatz zur Client Version wurde diese Funktion in den Server-Varianten 2016 und 2019 deaktiviert, sie kann aber über einen einfachen PowerShell-Befehl aktiviert werden. Leider konnte ich zu dieser Funktion in Zusammenhang mit Multi-User-Systemen (Remote Desktop Services) nichts finden. Daher fragte ich mich, ob diese Funktion nicht auch eine sofortige Verbesserung der Performance oder der Benutzererfahrung auf Sitzungshosts ermöglichen würde. Einige meiner Kunden testen dies derzeit, und ich warte momentan auf deren Resultate. Möchten Sie dies auch tun?

UPM und Office 365

Mit Microsoft Office 365 gibt es Probleme für Multiuser-Umgebungen, ob nun bei reinen Microsoft Remote Desktop Diensten oder mit Citrix XenApp/XenDesktop. Die Exchange Server stehen in der Cloud und damit wird der Outlook Cache Modus notwendig. Mit Aktivieren des Cache Modus wird in das servergespeicherte Profil des Benutzers eine OST Datei unter AppData\Local\Microsoft\Outlook angelegt, die aktuell bis zu 100 GB groß werden kann.

Dies führt zu folgenden Problemen:

  • Die Profile werden groß und damit wird die Anmeldezeit lang.
  • Die OST Datei muss erst einmal aus AppData\Local mitgenommen werden.
  • Ein Umleiten der OST Datei auf eine Freigabe wird von Microsoft nicht unterstützt.
  • Umleiten geht, aber das Lesen per SMB kann sehr träge sein.

Neben dem Cache Modus gibt es zudem noch den SuchIndex für Outlook und hier kommt es zu gleichen Problemen. Doch welche Lösungen bieten Microsoft und Citrix in einer Multiuser Umgebung hierfür an? Seit dem Erscheinen von Citrix User Profile Manager (UPM) Version 7.18 wird eine Lösung für OST und SuchIndex geboten.

Benutzersitzungen optimieren

Recht oft sagen mir Kunden, dass sie die Windows Serverleistung (Performance) durch ein Skript, das sie im Internet gefunden haben optimieren wollen was u.a. auch einige Registrierungsänderungen vornimmt. Meiner Meinung nach ist das nicht nur gefährlich, sondern kann später evtl. Probleme verursachen. Dann wird viel Zeit mit der Analyse verbracht, herauszufinden, was das denn sein könnte. Auf der anderen Seite optimieren die gleichen Kunden die Benutzersitzungen nicht und verschwenden damit Server Ressourcen und zudem potenzielle Fehlerquellen.

Lassen Sie mich erklären, warum Sie sich keine Gedanken um den Server machen sollten und stattdessen Ihren Fokus auf die Benutzersitzungen haben sollten.